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Rande eines natürlichen Moorteiches steht ein flaches Gebäude.
Hier sind - getrennt nach Männern und Frauen - Umkleideräume
und Duschen untergebracht. Auch ein Arzt ist in einem Nebenraum
anwesend und kann bei Bedarf gerufen werden.
Der Teich ist ebenfalls in der Mitte geteilt, eine
Sichtblende schützt vor neugierigen Blicken.
Nach dem Auskleiden wird geduscht. Eine Treppe mit einem Seil als
Geh-Hilfe führt in den Teich hinein. Dort bleibt man längstens
45 Minuten. Der warme Schlamm ist eine Wohltat für Körper,
Haut und Seele, egal, ob Sie krank sind oder gesund. Sie sollten
Vorsorge treffen, dass Sie nach dem Baden eine Ausruhgelegenheit
vorfinden (Hotel Yannis, Luftmatratze oder einfach eine Decke auf
der Wiese), denn so ein Bad macht sehr müde. Sind die 45 Minuten
um, wird die ganze Gruppe herausgerufen, man duscht gemeinschaftlich
und schlendert nach draußen, wo schon die nächste Gruppe
auf Einlaß wartet.
Auf Wunsch können Sie sich jetzt für wenig Geld massieren
lassen, dann ist die Erholung wirklich perfekt.
Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Sie sollten hier keinesfalls
besondere Ansprüche haben. Nichts von dem, was Sie hier sehen,
ist so wie in Deutschland in einer vergleichbaren Einrichtung. Dafür
genießen Sie aber den altertümlichen Charme einer historischen
Anlage, hören beim Baden die Grillen zirpen und blicken auf
die gleichen Berge, die schon Alexander der Große ca. 2370
Jahre vor Ihnen gesehen hat.
Das übrige Ambiente mutet eher etwas orientalischer an: auf
dem Gelände des Moorbad befinden sich außer dem Verwaltungsgebäude,
den Sanitäranlagen und einer Cafeteria auch zahlreiche ausgediente
Wohnwagen, die gegen ein geringes Entgelt an jene Griechen vermietet
werden, die von weither kommen und sich den Aufenthalt in einem
Hotel nicht leisten können. |