Euböa (griechisch Évvoia),
zweitgrößte Insel Griechenlands im Ägäischen Meer, die durch
den Golf von Euböa (Vórios Evvoïkós Kólpos) und der
Meerenge Euripos (Évripos) vom Süden des griechischen
Festlands getrennt wird. Euböa ist von Nordwesten nach Südosten
etwa 145 Kilometer lang, zwischen sechs und 48 Kilometer
breit und erstreckt sich über eine Fläche von 3 885 Quadratkilometern.
Die Insel weist zahlreiche Bergketten auf, die durch fruchtbare
Täler zergliedert sind. Der Dirfis (Delphi) ist mit einer
Höhe von 1 745 Metern der höchste Berg. Auf der
Insel werden Rinder, Ziegen, Schweine, Schafe und Bienen
gezüchtet sowie Feigen, Oliven, Trauben und Weizen angebaut.
Früher wurden auch Eisen und Kupfer abgebaut. Andere Mineralien
mit wirtschaftlicher Bedeutung sind Braunkohle und Marmor.
338 v. Chr. wurde Euböa von Makedonien erobert, 1470
von den osmanischen Türken eingenommen und 1830 an Griechenland
zurückgegeben. Die wichtigsten Kämpfe spielten sich im Wesentlichen
in der größten Stadt der Insel und der heutigen Hauptstadt
Chalkis ab. Die Insel hat etwa 190 000 Einwohner.